Tram Frankfurt (Oder)

Generationswechsel bei der Straßenbahn
Freitag, 15. April 1994

GT6M 302 in Neuberesinchen
GT6M 302 in Neuberesinchen

Offiziell wird an diesem Tag der Generationswechsel bei den Straßenbahnwagen vollzogen. Frankfurts erste Niederflurwagen gehen in den Linienverkehr. Am Morgen fand im damaligen Betriebshof Bachgasse eine Festveranstaltung mit Vertretern der AEG, der Stadt und der Stadtverkehrsgesellschaft (SVF) statt. Im Anschluss rollte ein Fahrzeugkorso mit allen historischen Wagen (Tw 41, Tw 49, Tw 60), dem Partywagen 54, dem modernisierten KT4D 219 und den beiden Niederflurwagen 301 und 302 (Typ GT6M) durch die Stadt. Am frühen Nachmittag fuhr der GT6M 301 noch mit Girlandenschmuck erstmals mit Fahrgästen auf der Linie 6 (Neuberesinchen – Große Oderstraße [heute Europa-Universität]). Zunächst fuhren die Niederflurwagen nur auf der Linie 6 und daher nur an Werktagen.

Aus dem Liniendienst wurden die Zweiachs-Fahrzeuge der Typen Gotha und Reko verabschiedet. Allerdings war dieser Abschied wie das Winken zwei Stunden vor der Abreise. Die Gotha-Wagen waren nämlich noch ein ganzes Jahr unentbehrlich. Die Modernisierung der vorhandenen KT4D war noch nicht abgeschlossen. Wann immer Tatrawagen zum Umbau in Mittenwalde waren, mussten Gotha-Züge auch weiterhin aushelfen. Lediglich Reko-Wagen waren tatsächlich nicht mehr im Fahrgasteinsatz. Allerdings befanden sich im Arbeitswagenpark noch mehrere Reko-Triebwagen. Nachdem im Frühjahr 1994 erneut eine Reihe von Gotha- und Reko-Wagen abgestellt wurde, standen für den Fahrgastverkehr nur noch fünf Gotha-Züge zur Verfügung. Folgende Zweiachs-Züge waren weiterhin im Einsatz: 27+111, 29+108, 34+113 (jeweils Typ T57+B57), 35+109 (Typ T57+B57E) und 41+103 (Typ T2D+B2-64).

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